Das Unverfügbare als Quelle
Die Moderne hat den Menschen gekränkt – und die KI legt eine vierte Kränkung nach. Doch was, wenn das, was sich unserer Verfügung entzieht, nicht Verlust ist, sondern Quelle? Dieser Essay entfaltet drei disziplinierte Zugänge zum Unverfügbaren: Poppers Falsifikation für das Erkennen, die neu geprägte Chorese – die Kunst, dem Anderen Raum zu geben – für die Begegnung, und die ignatianische Unterscheidung der Geister für das, was uns übersteigt. Jeder Zugang mit Haltung, Handwerk und Wirkung. Ein Plädoyer für eine ergänzte Aufklärung: eine Vernunft, die ihre Begrenztheit nicht überwindet, sondern an ihr wächst.

